1. FC Union Berlin

Voller Name 1. Fußballclub Union Berlin e. V.
Gegründet 20. Januar 1966
Vereinsfarben Rot-Weiß
FDGB-Pokalsieger 1968


So spielte Union Berlin beim FlexStrom-Cup am 2. Januar 2010

Die tiefe Verbundenheit zwischen Mannschaft und Fans beim 1. FC Union Berlin zeigte sich auch in der Max-Schmeling-Halle: Kein anders Team wurde so angefeuert wie die Eisernen. Bejubelt von den Fans spielten u.a. diese Eisernen Helden:

Christian Beeck, Daniel Teixera, Steffen Baumgart, Oskar Kosche und Publikumsliebling Sebastian Bönig.

Brisanz pur bot das Vorrundenspiel gegen den Lokalrivalen Hertha BSC Berlin. Nach Leibeskräften unterstützten die Fans ihre Eisernen Helden. Das spannende und faire Match endete 3:3 unentschieden. Leider bedeutete dieses Duell bereits das Ausscheiden vom FlexStrom-Cup. Das erste Vorrundenspiel gegen Werder Bremen hatte Union 2:4 verloren.

Gruppe A
FC Union Berlin – Werder Bremen 2:4
Tore: 1:0 Baumgart, 1:1 Wiedener, 2:1 Kaiser, 2:2 Wiedener, 2:3 Wiedener, 2:4 Seidel.

Hertha BSC Berlin – 1. FC Union Berlin 3:3
Tore: 0:1 Kaiser, 1:1 Kretschmer, 2:1 O. Schmidt, 2:2 Beeck,3:2 Preetz, 3:3 Teixera

Platzierung
1. Werder Bremen, 4 Punkte, 5:3 Tore
2. Hertha BSC Berlin, 2 Punkte, 4:4 Tore
3. 1. FC Union Berlin, 1 Punkt, 5:7 Tore

FlexStrom dankt den Spielern von Union Berlin, die eine gute Turnierleistung zeigten. Besonderer Dank gilt den Fans von Union Berlin, die die Halle zum Kochen brachten.


Der 1. FC Union Berlin ist ein ganz besonderer Fußballverein. 1906 als FC Olympia Oberschöneweide gegründet, wurde nach diversen Namenswechseln 1966 der heutige Name angenommen. Schon zwei Jahre später wurde mit dem Gewinn des FDGB-Pokals der größte Triumph in der DDR-Geschichte des Clubs eingefahren.

Um die Köpenicker Mannschaft entwickelte sich in den folgenden Jahren eine ganz spezielle Fangemeinde. Lautstark und zahlreich unterstützten die Fans ihren Club bei Heim- und Auswärtsspielen in der DDR. Man sah sich als Gegenentwurf zum von der Staatsmacht unterstützten BFC Dynamo Berlin – seit Ende der 70er Jahre Serienmeister der DDR-Oberliga und von den meisten Fußballfans in der DDR als „Stasiverein“ verhasst.

Die Unioner entwickelten im Gegensatz dazu den Stolz, ein unabhängiger Verein ohne Privilegien zu sein. Ihre Leidensfähigkeit und Treue zum Verein stellten die Fans vor allem nach 1989 unter Beweis. Immer wieder scheiterten die Berliner unglücklich in der Relegation zur zweiten Liga oder an Lizenzauflagen. Dass die Eisernen heute in der 2. Bundesliga kicken ist im Wesentlichen ein Verdienst der eigenen Fans. Legendär ist die Demonstration von 1997 als 3 000 Fans durch das Brandenburger Tor marschierten, um auf den drohenden Konkurs von Union aufmerksam zu machen.

Doch die Eisernen retteten ihren Verein: Es bliebt nicht bei Demonstrationen, mehrfach sammelten sie Gelder, um den Bankrott des Vereins abzuwenden. 2004 engagierten sich Fans und Sponsoren mit der Kampagne „Bluten für Union“ für die Rettung des Vereins: Es gelang tatsächlich, eine Summe von 1,46 Mio. Euro aufzutreiben, die vom DFB als Liquiditätsreserve verlangt wurde. Auch der Umbau des Stadions an der Alten Försterei war nur mit tatkräftiger Hilfe der Fans möglich. Rund 2 000 Helfer leisteten rund 140 000 unentgeltliche Arbeitsstunden. Diese einmalige Beziehung zwischen dem Verein und seinen Anhängern machte weltweit Schlagzeilen.

Zuvor produzierte Union Berlin auch sportlich internationale Schlagzeilen. Durch das Erreichen des DFB-Pokalfinales 2001 gegen Schalke 04 qualifizierten sich die Eisernen als Zweitligist für den UEFA-Cup und erreichten dort immerhin die zweite Runde. Seitdem ging es für Union Berlin hinab bis in die Oberliga Nordost-Nord (Saison 2005/06) und wieder zurück in die 2. Bundesliga, in der man sich langfristig etablieren will und aktuell im oberen Tabellendrittel mitspielt.

In der traditionsreichen Vereinsgeschichte spielten viele Legenden für den Berliner Club. So z. B. Christian Beeck, der heutige Sportdirektor des Vereins, Sergej Barbarez (1993-1996), der in 103 Pflichtspielen 59 Tore erzielte sowie Sebastian Bönig (2005-2009), der trotz des Abstiegs in die Oberliga der Union die Treue hielt. Bekannt geworden ist vor allem sein Rücktritt vom Profifußball mit den Worten „Was soll nach Union noch kommen?“

An den Turnieren in der Deutschlandhalle nahm Union nicht teil. Im Juli trafen die Eisernen aber zum Eröffnungsspiel ihres renovierten Stadions auf Hertha BSC (3:5). Für den FlexStrom-Cup haben die Eisernen eine schlagkräftige Truppe aufgestellt.

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 Der Spielerkader von 1. FC Union Berlin

Quelle: www.fussballdaten.de, www.weltfussball.de und www.fc-union-berlin.de