Borussia Mönchengladbach

Voller Name Borussia VfL 1900 Mönchengladbach e. V.
Gegründet 1. August 1900
Vereinsfarben Schwarz, Weiß, Grün
Deutscher Meister 1970, 1971, 1975, 1976, 1977
DFB-Pokalsieger 1960, 1973 und 1995
UEFA-Pokalsieger 1975, 1979


Die Weisweiler Elf von Borussia Mönchengladbach beim FlexStrom-Cup 2010

Die Erwartungen an die Gladbacher waren groß. Nicht zuletzt weil manch Spieler (wie Thomas Herbst) die eigene Mannschaft im Vorfeld zum Titelaspiranten erkoren hatte. Mit dem größten Kader aller sechs Traditionsmannschaften reiste die Weisweiler Elf nach Berlin. Karlheinz Pflipsen, Bachirou Salou, Peter Wynhoff und Thomas Kastenmeier spielten u.a. für die Borussia.

Der Turnierauftakt verlief hingegen anders als erhofft. Der 1. FC Köln, der spätere Turniersieger, fegte die Borussia mit 1:7 vom Kunstrasen. Der Ehrentreffer gelang Goumai. Besser konnte man im 2. Vorrundenspiel abschneiden. Das 3:3 gegen Bayer 04 Leverkusen reichte jedoch nicht aus, um in das Halbfinale einzuziehen.

Gruppe B
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:7
Tore: 0:1 Demandt, 0:2 Scherz, 0;3 Donkov, 0:4 Donkov, 0:5 Rudy, 0:6 Donkov, 0:7 Rudy, 1:7 Goumai

Borussia Mönchengladbach – Bayer 04 Leverkusen 3:3
Tore: 0:1 Feinbier,0:2 Ramelow, 1:2 Anagnostou, 2:2 Jung, 2:3 Fach, 3:3 Anagnostou.

Platzierung
1. Bayer Leverkusen, 4 Punkte, 8:7 Tore
2. 1. FC Köln, 3 Punkte, 11:6 Tore
3. Borussia Mönchengladbach, 1 Punkt, 4:10 Tore

FlexStrom dankt der Weisweiler Elf für Ihre Teilnahme. Zu Turnierbeginn hatten Spieler und Zuschauer eine Schweigeminute für Christoph Budde eingelegt. Budde war Ende November verstorben und hatte sich sehr für die Teilnahme der Weisweiler-Elf am FlexStrom-Cup eingesetzt.


Die 70er-Jahre waren das Jahrzehnt der Borussia. Die legendäre Mannschaft um Mittelfeldregisseur Günter Netzer räumte zahlreiche deutsche und internationale Titel ab. 1965 war Borussia erstmalig in die höchste Spielklasse des deutschen Fußballs aufgestiegen, fünf Jahre später hielten die Fohlen bereits das erste Mal die Meisterschale in der Hand. Neben Netzer gehörten damals auch Berti Vogts, Jupp Heynckes und Rainer Bonhof zu der Meisterelf, die von Hennes Weisweiler trainiert wurde.

Als legendärer Pokalfight ging das Endspiel um den DFB-Pokal 1973 in die Geschichte ein – gegen den 1. FC Köln, seinerzeit der größte Konkurrent von Borussia Mönchengladbach im Rheinland. Die Kölner Mannschaft um Wolfgang Overath war im Düsseldorfer Rheinstadion knapp unterlegen. Nach den Siebzigern folgte der ein oder andere Ab- und Wiederaufstieg. Der Höhenflug der Borussia aus Mönchengladbach war vorerst vorbei. Doch 1995 erlangte das Team noch einmal einen Titel: Sieger des DFB-Pokals, damals mit Stefan Effenberg, Karlheinz Pflipsen und Bachirou Salou. Die guten Erinnerungen an die Pokalstadt Berlin dürften daher den meisten Spielern beim FlexStrom-Cup noch präsent sein. Die Mannen im Borussen-Dress rekrutieren sich überwiegend aus dem Team des Pokalsiegers von 1995.

Der wohl bitterste Sieg in der Vereinsgeschichte wurde als Niederlage gewertet: 7:1 siegte die Borussia am 21. Oktober 1971 im heimischen Bökelbergstadion gegen Inter Mailand. Doch der Sieg wurde wegen eines Büchsenwurfs, der angeblich den gegnerischen Spieler Roberto Boninsegna traf, annulliert. Mönchengladbach schied aus dem Europapokal der Landesmeister aus, Inter Mailand schaffte es später bis ins Finale. Das beste Europacup-Spiel der Geschichte der Elf vom Niederrhein geriet zur sportlichen Tragödie.

Sportliche Ausrufezeichen setzte Borussia Mönchengladbach in der Berliner Hallenfußball-Statistik. Mit drei Siegen, einem zweiten sowie einem dritten Platz rangieren die Borussen in der ewigen Tabelle der Deutschlandhalle hinter der Hertha und Werder Bremen auf Rang drei.

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 Der Spielerkader von Borussia Mönchengladbach

Quelle: www.fussballdaten.de, www.weltfussball.de und www.borussia.de