Interview Dirk Lottner
Hallo Herr Lottner, wo erwische ich Sie gerade?
Ich bin gerade in der Hennes-Weisweiler-Akademie und bereite mich auf meinen Fußballlehrer vor.
Was sagen Sie zur derzeitigen Situation der Lizenzspielermannschaft?
Die Situation könnte besser sein aber auch schlechter. Die Mannschaft steht defensiv super aber darunter leidet auch das Spiel nach vorne.
Als Trainer der U17 vom 1. FC Köln sind Sie dem Fußball nach Beendigung Ihrer aktiven Laufbahn treu geblieben. Sie sind also fit für den FlexStrom-Cup. Haben Sie noch Ihre beeindruckende alte Schussgeschwindigkeit?
Meine Muskulatur ist zwar ein wenig zurückgegangen aber ich hab schon noch ordentlich was drauf. Es kommt ja auch nicht nur auf die Härte an, sondern auch auf die Zielgenauigkeit und das hatte ich immer gut drauf. Geschwindigkeiten interessieren mich da eher nicht.
Der bis in die 90er Jahre so erfolgreiche Hallenfußball ist in der Zwischenzeit leider beinahe in der Versenkung verschwunden. Haben Sie in Ihrer aktiven Zeit gerne in der Halle gespielt?
Als junger Profi habe ich immer sehr gerne in der Halle gespielt. Später habe ich mich ein bisschen zurückgenommen weil die Regenerationsphasen doch länger wurden.
Was macht den Budenzauber für die Fans so attraktiv?
Soviel Nähe zu den Spielern ist für die Fans woanders kaum zu bekommen. Der Fußball ist weniger von der Taktik geprägt. Jeder zeigt was er kann. Das ist noch echter Fußball von der Straße.
Gibt es eine spezielle Vorbereitung auf das Turnier für die FCler?
Wir spielen ab und zu donnerstags in der Halle. Da sind wir daran gewöhnt auch mit der Bande zu spielen.
Gibt es den einen oder anderen ehemaligen Kollegen, auf den Sie sich beim FlexStrom-Cup besonders freuen?
Es ist schon toll die ehemaligen Mitspieler und auch Gegenspieler wieder zu treffen. So kann man die Kontakte wieder auffrischen und abends bei der Party kann man sich auch mal auf einer anderen Ebene unterhalten.
Haben Sie mal eine Verwarnung von unserem Turnierschiedsrichter Bernd Heynemann erhalten?
Ich habe Bernd Heynemann positiv in Erinnerung. Er hat das Gespräch mit den Spielern gesucht als das noch nicht so modern war wie heute. An Verwarnungen kann ich mich nicht erinnern.
Welche fußballerischen Erinnerungen haben Sie persönlich, wenn Sie an Berlin denken?
In einem Spiel haben wir gegen Hertha bereits 2 : 0 geführt und dann noch 4 : 2 verloren. Ich hatte noch einen Elfmeter verwandelt und dann hat Alex Alves von der Mittellinie getroffen. Mit Fortuna haben wir aber auch mal in Berlin mit einem 1-0 Auswärtssieg die Klasse gehalten.
Wie oft im Jahr hat man die Gelegenheit so viele gute alte Bekannte von einst wieder zu sehen?
Leider viel zu selten. Ich bin beruflich doch sehr eingespannt. Solche Turniere spielen wir nur ein bis zweimal im Jahr wo wir gegen andere Bundesligisten antreten. Das ist schon etwas besonderes.
Unser Charitythema ist Autismus. Sind Sie über diese Krankheit informiert?
Ja, ich bin informiert. Es ist eine tolle Sache wenn solch ein Turnier dazu genutzt wird anderen zu helfen.
Welches Team schätzen Sie am stärksten ein und wo sehen Sie Ihren FC beim FlexStrom-Cup?
Da wir auch viele jüngere Spieler dabei haben gehe ich davon aus, dass wir mindestens das Halbfinale erreichen und mit etwas Glück und einer guten Tagesform ist auch mehr drin. Am Ende wird die körperliche Verfassung entscheiden.


